Drei Gründe, warum du noch heute mit dem Markertraining starten solltest

Im Training ist es manchmal schwierig dem Hund genau im richtigen Moment zu sagen, dass er etwas richtig macht. Gerade wenn dein Hund aufgeregt ist und sehr schnell verschiedene Verhaltensweisen anbietet, würde das normale Belohnen mit Leckerlies vielleicht viel zu lang dauern und dein Hund verknüpft falsches Verhalten. Die Regel besagt, wir haben 1-3 Sekunden Zeit um gezeigtes Verhalten so zu bestätigen, dass es mit der Belohnung verknüpft wird. Das ist gar nicht so einfach, gerade wenn dein Hund noch ein Stück von dir entfernt ist.

Wenn du es dir einfacher machen möchtest, empfehle ich dir das Training mit Markersignalen. Ein Marker kann der handelsübliche Clicker sein, oder z.B. ein spezielles Markerwort. Das Markersignal ist ein sekundärer Verstärker. Es sagt deinem Hund, dass er genau in diesem Moment etwas richtig macht und kündigt ihm dafür eine Belohnung an.

Es gibt viele Gründe für das Training mit Markersignalen. Meine drei persönlichen Favoriten möchte ich dir nun vorstellen.

 

  1. Grund – Durch Markertraining zum schnellen Lernerfolg

Wie ich schon erwähnt habe, Timing ist im Hundetraining eines der wichtigsten Faktoren. Du musst schnell sein und deinem Hund genau im richtigen Moment sagen „ja, das was du tust ist richtig!“. Richtig schnell! Dein Hund wird ein Verhalten nicht verknüpfen können, wenn du es zu spät belohnst. Vielmehr stellt er dann eher eine Fehlverknüpfung her, da er bereits ein anderes Verhalten zeigt.

Je genauer du also deinem Hund sagen kannst, welches Verhalten das richtige ist, je schneller wird er lernen. Mit einem Markersignal gelingt dir das problemlos, denn du kannst genau das richtige Verhalten markieren. Ähnlich wie mit einem Fotoapparat, kannst du so genau den richtigen Moment festhalten.

Damit du auch im richtigen Moment reagieren kannst, empfehle ich dir im Vornherein ein genaues Trainingsziel zu definieren. So fällt es dir leichter genau den richtigen Moment mit dem Markersignal zu bestärken.

  1. Grund – Dein Hund wird aufmerksamer

Beim Markertraining wirst du zum Ort der Belohnung. Dein Hund lernt sehr schnell, dass alles Positive von dir ausgeht und du wirst feststellen, dass er im Alltag mehr auf dich achten wird. Nutz das und werde zur Wundertüte für deinen Hund!

Beim Belohnen verfallen wir oft in Rituale. Wir greifen in die Tasche und stopfen unserem Hund den Keks rein. Dabei kann man mit Belohnungen so viel mehr machen.
Zunächst solltest du dir bewusst machen, was dein Hund eigentlich mag. Was tut er gern? Buddeln, Kuscheln, Spielen, Fressen…
Bring Abwechslung rein! Nimm nicht immer das gleiche Trockenfutter. Hast du z.B. schon mal Leckerlietuben probiert? Bei denen darf ein Hund eine lecker schmeckende Paste (z.B. Leberwurst) von einer Tube abschlecken. Hunde lieben es auch, wenn sie Leckerlies fangen oder suchen dürfen.

  1. Grund – Alles wird gut! Versprochen!!! 😉

Das wohl schlagendste Argument für Markertraining, ist in meinem Augen die positive Grundstimmung.

Du wirst super schnell feststellen, dass dein Hund motivierter mit dir zusammen arbeitet. Ihr beiden werdet richtig Spaß miteinander haben und fast nebenbei etwas lernen. Es ist doch so, wenn du dich an deine Zeit in der Schule zurück erinnerst: da gab es diese richtig fiesen ätzenden Lehrer und dann die coolen, die mit denen man sich richtig wohl gefühlt hat und bei denen man Spaß hatte. Bei wem hast du lieber gelernt?

Doch nicht nur die Emotionen deines Hundes werden besser, auch deine. Du wirst dich beim Training auf positive Kleinigkeiten konzentrieren, du stellst schnelle Erfolge fest und die Beziehung zu deinem Hund wird eine viel bessere, intensivere.

 

Mein Fazit, diesmal kurz und knapp:

Es gibt keinen Grund es nicht zu versuchen!

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